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Erfolgsmessung im Intranet

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Bei der Recherche nach Möglichkeiten den Business Value eines Intranets darzustellen, bin ich auf den Blogpost von Alexander Stocker aus dem Jahr 2011 gestoßen.

Er beschreibt im Artikel wie Unternehmensmodelle zur Bestimmung von Indikatoren und zur Bewertung des Business Values genutzt werden können. Anders gesagt, Intranet Manager überlegen sich, welche Aktivitäten im Intranet sich positiv auf die Wertschöpfungskette auswirken.

Ein praktischer Ansatz zur Erfolgsmessung im Intranet

Es werden jene Geschäftsfälle entlang der Wertschöpfungskette des Unternehmens identifiziert, auf die das Intranet einen starken Einfluss hat.

Diese Geschäftsfälle werden dann für die Argumentation als kurze User Story niederschreiben (es hilft ungemein eine fertige Geschichte als Argumentationsgrundlage zu haben). Dann wird versucht, Messkriterien zu finden und diese mit der nicht vom Intranet unterstützten Lösung oder mit den Vorjahreswerten zu vergleichen.

Beispiel aus der Gesundheitsbranche

Mitarbeiter müssen – auch aus gesetzlicher Pflicht – laufend eine Fortbildung absolvieren. Aus der Verpflichtung heraus zeichnet das Unternehmen die absolvierten Ausbildungen und den Ausbildungsgrad ständig auf. Bisher Aufgabe der HR und Mitarbeiter werden per E-Mail informiert. In der neuen Enterprise 2.0 Lösung sieht der Mitarbeiter ständig seinen Ausbildungsverlauf und kann selbst agieren und auf nötige Ausbildungsschritte reagieren.

Dieser Überblick ermöglicht es aber auch, dass die Mitarbeiter selbst stärker auf den Ausbildungsverlauf Einfluss nehmen. Durch Messung der Ausbildungsgrade vor und nach Einführung der Enterprise 2.0 Funktionalität kann ein Unternehmensvorteil dargestellt werden.

Beispiel aus der HR Abteilung

Jedes Unternehmen muss immer wieder nach Mitarbeitern suchen. Oft wären aber für bestimmte Job-Rollen interne Beförderungen besser geeignet. Ebenso wäre es möglich, dass eine von einem Mitarbeiter empfohlene Person die optimale Besetzung ist.

Im Intranet können diese Geschäftsprozesse optimal abgebildet werden. Mitarbeiter können sich auf Positionen bewerben oder auch Bekannte empfehlen.

Entscheidet sich das Unternehmen dann für eine Besetzung aus diesem Pool, so werden Beispielsweise Druckkosten, Vermittlungskosten von Agenturen und andere externe Suchkosten eingespart. Es kann also einfach ein Szenario entwickelt werden, bei dem der klassische Ausschreibungsprozess eines Jobs mit dem rein internen und vom Intranet getriebenen Prozess verglichen wird.

Konklusio

Weitere Ansätze zur Erfolgsmessung sind natürlich die Befragung der Mitarbeiter und das Messen der Zugriffszahlen.

Das klassische Messen der Zugriffszahlen ist für die Argumentation aber nicht ausreichend. Ein Intranet muss einen klaren Unternehmensvorteil erwirtschaften – nur so kann es langfristig bestehen. Dieser kann am besten über die Abbildung von Geschäftsprozessen dargestellt werden.

Nach vielen Intranet Expertengruppen bin ich überzeugt, dass gerade bei internen Applikationen dieser Ansatz gut funktioniert. Es müssen klare Unternehmensvorteile gefunden und dokumentiert werden, die nahe am Kernprozess des Unternehmens sind. Diese Vorteile sollten gut formuliert und niedergeschrieben sein, denn Storytelling ist eine der erfolgreichsten Methoden der Überzeugung. Natürlich müssen die Stories auch mit einer sauberen Kalkulation hinterlegt sein, um den Geschäftsvorteil auch monetär darzustellen.

 

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