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Intranet Gamification

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Gamification bedeutet das Nutzen von Spielmechanismen in Geschäftsanwendungen um Nutzer zu leiten und sie zu motivieren. Beispiele für Spielertypen sind:

  • Socialisers, welche durch die Verknüpfung mit anderen Personen und soziale Kontakte motiviert werden.
  • Achievers, welche durch das Erreichen von Status zum Beispiel durch Punkte oder Badges angespornt werden.
  • Philantropists, welche durch das Erreichen eines guten Zwecks motiviert werden.

Einen sehr lesenswerten Blogpost hat Mario Herger zu den bei LinkedIn verwendeten Spiele-Mechanismen geschrieben. Ein paar klassischen Ideen für  Geschäftsanwendungen sind:

  • Balken welcher den Ausfüllungsgrad des Profils anzeigt
  • Counter der erreichten Kontakte bzw. Friends
  • Erreichen von Statuslevels nach beispielsweise Beantworten einer gewissen Anzahl an Fragen im Intranet oder dem Ausfüllen von Formularen
  • Punktebewertung bei Skills. Also ähnlich der Empfehlung von Kenntnissen bei LinkedIn
  • Anzeigen der letzten Besuche am eigenen Profil und der Anzahl der Besuche im definierten Zeitraum

Auch wenn das Wort Gamification bei manchem Managern den Eindruck des Spielens während der Arbeitszeit liefert, können Spielemechanismen genutzt werden, um Arbeitsabläufe zu optimieren. Die österreichische Bank Bawag P.S.K. hat in ihrem CRM (Customer Relationship Management) mit Hilfe von spielemechanismen eine höhere Datenqualität und mehr Eingaben durch die Vertriebsmitarbeiter erreicht. Also eine klare Unterstützung des Kerngeschäftes.

Intranet Gamification – so überzeugen Sie Ihr Management

Auch Statusprogramme – zum Beispiel Vielfliegerprogramme – sind eine Art von Gamifizierung. Und gerade von solchen Programmen fühlen sich Manager oft angesprochen. Dieses Beispiel ist eine gute Argumentation um auch jene Manager zu überzeugen, die von sich angeben, Spiele nicht zu benötigen.

Ein wesentlicher Vorteil von Spielen ist das direkte Feedback. Sie erledigen etwas und bekommen unmittelbares Feedback, beispielsweise durch erreichen von zusätzlichen Punkten, eines nächsten Levels oder einem einfachen Danke. Auch Scheitern, also das Nichterreichen der nächsten Stufe, ist ein Konzept in Spielen und ebenfalls eine Art von Feedback. Diese Mischung aus fordern, wiederholen, Ziele erreichen und jeweils direktem Feedback macht gute Spiele aus. Feedback von Vorgesetzten kommt in aller Regel selten und meist viel zu spät. Das jährliche Feedbackgespräch ist typisch dafür. Gamifizierte Systeme können hingegen durch das sofortige Feedback motivieren und auch zu Verbesserungen anregen.

Und hier noch ein Interview mit Mario Herger mit drei Tipps für Intranet Manager zur Gamifizierung der eigenen Community:

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