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Mobile Intranet

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Immer mehr Beispiele gibt es für Mobile Intranets. Zuletzt hat Coca Cola ihr Intranet namens iConnect und deren mobile Version in einem Youtube Video vorgestellt:

Neben dem Coca Cola Intranet ist mir in diesem Jahr noch jenes von Swisscom aufgefallen. Thomas Maeder hat es in einer Advatera Intranet Expertengruppe in Wien vorgestellt.

Der Swisscom Zugang ist, möglichst das gesamte Intranet als Responsive Design auch auf mobilen Endgeräten zur Verfügung zu stellen. Dafür wurde das bestehende SharePoint Intranet mit Stylesheets und einigen Codeänderungen versehen. Der Aufwand war letztlich überschaubar, auch weil Swisscom einiges intern erledigen konnte.

Manager sind 67 Tage im Jahr auf Dienstreise. Diese Zahl hat sich übrigens nach den ersten Wirren der Wirtschaftskrise wieder erhöht. Die Vorteile eines mobilen Intranets liegen dabei klar auf der Hand. Die sonst oft verlorene Zeit auf Flughäfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen Situationen in denen man nicht im Büro ist, kann effektiv zur Informationsgewinnung genutzt werden.

Dabei ist gerade für die Beschaffung aktueller Unternehmensnews oder auch generelleren projektbezogenen Informationen oft der Laptop nicht notwendig. Zum Lesen derartiger Inhalte reicht ein mobiles Endgerät, welches in vielen Situationen handlicher und vor allem auch öfter dabei ist.

Technologisch sehe ich zwei wesentliche Treiber für mobile Intranets:

  • Responsive Design hat sich durchgesetzt. Nahezu jede neue Webseite wird mit dieser Technologie gestaltet.
  • Einige Softwarepakete für Intranets haben gewisse mobile Funktionalitäten mittlerweile als Standard vorgesehen. So kommen Hersteller wie Yammer (Microsoft), ThoughtFarmer und Jive gleich mit einer fertigen Mobilversion ins Haus.

Was gilt es zu beachten?

Im Zuge der Diskussionen in den Expertengruppen sind mir folgende Herausforderungen aufgefallen.

  • Viele Unternehmen haben eine definierte Anzahl an unterschiedlichen mobilen Endgeräten welche für ihre Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden. Es liegt also nahe, das mobile Intranet nur für diese Devices zu optimieren. Nachdem das Intranet regelmäßig einen längeren Lebenszyklus hat als Smartphones, sollte diese strikte Bindung aber keinesfalls gemacht werden. Das Intranet muss auf möglichst allen Geräten funktionieren um auch zukunftssicher zu sein.
  • Wegen Datensicherheit befindet sich das Intranet  hinter der Firewall und kann meist nur via VPN geöffnet werden. Hier muss natürlich mit der IT gemeinsam ein gutes Sicherheitskonzept gefunden werden. Diesen Punkt allerdings als Ausrede für ein nicht vorhandenes mobiles Intranet zu verwenden, schadet nur der Mitarbeiterproduktivität. Es gibt mittlerweile VPN-Clients für Smartphones und auch andere Sicherheitskonzepte lassen sich implementieren.
  • Klar gibt es eine Anzahl an Applikationen, welche am mobilen Endgerät eher gefragt sind. Beispielsweise die Reisekostenabrechnung oder die aktuelle Reiseplanung. Eine zu starke Einschränkung auf einzelne Applikationen ist aber insgesamt hinderlich. Gerade in Situationen in denen man in einem Verkehrsmittel sitzt oder irgendwo wartet, ist man eher bereit, auch generellere Inhalte zu konsumieren, sich über aktuelle Themen außerhalb des direkten Einflussbereiches im Unternehmen zu informieren oder auch einmal Inhalte zu kommentieren.

Wie sieht Ihr mobiles Intranet aus?

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