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Social Media im Intranet steigert Mitarbeiterproduktivität

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2016 werden bereits 50% aller Großunternehmen eine interne Social Media Plattform betreiben. Trotzdem werden 80% der durch Social Media möglichen Vorteile für Unternehmen nicht erwirtschaftet. Das sagt zumindest Gartner. Als Gründe werden die fehlende Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die Überbewertung von Technologie genannt.

Erfolgsfaktoren für Social Media im Unternehmen

Governance Modell

Ein wesentlicher Faktor ist jedenfalls ein sauberes Governance Modell mit Rollen und Verantwortungen. Nur wer auch einen Community Manager einplant, sollte in Social Media Software investieren. Eine Bibliothek funktioniert ohne Bibliothekar schlicht und einfach nicht. Das gleiche gilt für eine Community. Es muss ein Kümmerer her, der neue Nutzer in die Community einführt und ihnen pro-aktiv zur Seite steht. Erst wenn Nutzer die Vorteile durch ein vernetztes Arbeiten spüren, werden sie langfristig an der Community teilnehmen.

Unternehmensnutzen und Mitarbeiternutzen

Zudem müssen bei Intranet Projekten immer Unternehmensvorteile ebenso bedacht werden, wie der Nutzen für die Mitarbeiter. Nur eine Kombination aus beidem macht ein Intranet langfristig erfolgreich. Dies gilt auch für Social Media Applikationen. Nutzen für das Unternehmen bringt die zentrale Datenverwaltung, das Freilegen von Informationssilos und nicht zuletzt die Steigerung des Innovationspotentials durch offenere Kommunikation. All diese Vorteile sind zwar Soft-Facts und somit oft nicht einfach darstellbar, aber letztlich für jeden Manager im Unternehmen essentiell. Ein wesentlicher Vorteil für Mitarbeiter kann die Sichtbarkeit ihrer eigenen Erfolge sein und auch der leichtere Zugang zu Informationen. Letztendlich sollte jedes Unternehmen eine Nutzenwerttabelle erstellen, in der alle Applikationen des Intranets entsprechend des Unternehmensnutzens und Mitarbeiternutzen bewertet werden.

Usability

Eigentlich klar, aber trotzdem oft doch wieder problematisch ist die Usability. Nur wenn es Mitarbeitern leicht fällt, ein Social Media Tool anzuwenden, wird ein Umstieg von anderen Kommunikationskanälen langfristig möglich sein. Aus Unternehmenssicht bedeutet dies die oft überladen wirkenden Applikationen zu entschlacken. Software Hersteller punkten natürlich mit einer Vielzahl an Funktionen. Dies führt aber gerade in der Einführungsphase oft zu Problemen.

Beispiele guter Applikationen

Trotzdem gibt es zahlreiche Unternehmen die mit ihren Initiativen bereits erfolgreich sind. Bei Philips in Amsterdam kümmert sich Dennis Agusi täglich um die hauseigene Community „Connect us“ welche immerhin bereits 44.566 Mitglieder zählt. Auch Dennis hebt als wesentlichen Erfolgsfaktor den Fokus auf Kommunikation und das Schließen von Informationslücken hervor. Die Technologie dahinter, ist nur ein Werkzeug. Seine Präsentation ist sehr empfehlenswert:


Ein weiteres gutes Beispiel bei dem Social Media die Mitarbeiterproduktivität steigert, kommt von Siemens:

Siemens References+ Intranet

„Social Media bedeutet weit mehr als nur eine Unterstützung zur unternehmensinternen Informationsrecherche. Beispielsweise können durch die Vernetzung über References+ Mitarbeitende über geographische und organisatorische Grenzen hinweg Fachexperten identifizieren, mit ihnen Kontakt aufnehmen und ggf. von ihnen Unterstützung erhalten. Weiterhin ermöglicht der Web 2.0-Ansatz allen Mitarbeitenden, eigene Kompetenzen, Erfahrungen und Best-Practices unternehmensweit sichtbar zu machen, was für alle Beteiligte – Autoren, Leser und somit das gesamte Unternehmen – einen spürbaren und durch Nutzerumfragen nachweisbaren Mehrwert bedeutet.“

Johannes Müller, Siemens Building Technologies Division

 

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